Boddenlandschaft im Nationalpark Vorpommersche Boddenlandschaft

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Nationalpark Vorpommersche Boddenlandschaft

Deutschlands wilde Ostseeküste – Urwald, Weststrand und das Reich der Kraniche

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Warum dieser Nationalpark besonders ist

Zwischen Ostsee und Bodden liegt eine Landschaft, die es so kein zweites Mal in Deutschland gibt: Wald, der bis an den Strand wächst. Küste, die jedes Jahr ein Stück wandert. Flache Lagunen, in denen im Herbst zehntausende Kraniche übernachten. Seit 1990 ist dieses Mosaik als Nationalpark Vorpommersche Boddenlandschaft geschützt – mit 786 km² der größte Nationalpark Mecklenburg-Vorpommerns. Und er beginnt praktisch vor unserer Haustür: kaum 20 Kilometer von Dierhagen entfernt.

Hier darf Natur wieder Natur sein. Der Mensch ist Gast.

Salzwiesen und Bodden im Nationalpark bei Zingst

Der Nationalpark im Steckbrief

Gegründet
1. Oktober 1990 – im Nationalparkprogramm der DDR, wenige Tage vor der Wiedervereinigung
Fläche
786 km² – größter Nationalpark Mecklenburg-Vorpommerns
Landschaften
Ostseeküste, Windwatt, Boddengewässer, Dünen, Urwald, Salzwiesen
Gebiet
Darßwald mit Darßer Ort und Weststrand, Ostzingst mit Pramort, Insel Bock, Werderinseln, West-Hiddensee und Westrügen
Wegenetz
215 km Fußwege, 366 km Rad- und Wanderwege, 35 km Reitwege
Berühmtester Gast
der Kranich – zehntausende rasten hier jeden Herbst

Der Park gliedert sich in zwei Zonen: In der Kernzone (u. a. Teile des Darßwaldes, der Darßer Ort und die Insel Bock) bleibt die Natur vollständig sich selbst überlassen – erlebbar nur von den zugelassenen Wegen aus. In der übrigen Schutzzone verbinden Rad- und Wanderwege die Orte am Parkrand.

Eine Küste in Bewegung

Das Faszinierendste an diesem Nationalpark ist seine Dynamik: Am Darßer Ort lagert die Ostsee jedes Jahr neuen Sand an, die Landspitze wächst sichtbar. Am Weststrand dagegen nagt das Meer an der Küste – die berühmten „Windflüchter", vom Weststurm gebeugte Kiefern und Buchen, erzählen davon.

Dahinter liegen die Bodden: flache, brackige Lagunen, vom offenen Meer durch die Halbinsel getrennt. Sie sind Kinderstube für Fische, Rastplatz für hunderttausende Zugvögel – und der Grund, warum die Kraniche ausgerechnet hier Station machen: Sie schlafen stehend im flachen Wasser, sicher vor jedem Fuchs.

Urwald im Darßwald – Nationalpark Vorpommersche Boddenlandschaft

Was Sie nicht verpassen sollten

Die vier großen Erlebnisse im Nationalpark

1 · Der Weststrand
Rund 14 Kilometer Sandstrand ohne ein einziges Gebäude, ohne Strandkorb, ohne Kiosk – nur Meer, Dünen und die schiefgewehten Windflüchter. Der Weststrand wird regelmäßig zu den schönsten Stränden Deutschlands gezählt. Am schnellsten erreichen Sie ihn mit dem Rad ab Born oder Prerow.
2 · Darßer Ort: Leuchtturm und NATUREUM
An der autofreien Nordspitze des Darß steht der Leuchtturm Darßer Ort – seit 1849 in Betrieb und damit der älteste diensttuende Leuchtturm der deutschen Ostseeküste. 126 Stufen führen auf 35 Meter Höhe, der Blick reicht über Urwald, Windwatt und offene See. Am Fuß des Turms zeigt das NATUREUM (eine Außenstelle des Deutschen Meeresmuseums) die Naturkunde der Region. Anreise: zu Fuß ab Prerow (ca. 1 Stunde), per Rad oder mit der Pferdekutsche.
3 · Der Darßer Urwald
Im Darßwald wird seit Jahrzehnten kein Holz mehr geschlagen. Was entstanden ist, kommt einem Urwald so nah wie kaum ein anderer Wald in Deutschland: umgestürzte Riesen, an denen neues Leben wächst, Moore zwischen alten Dünenzügen, Rothirsche auf den Lichtungen. Die Wege ab Prerow und Born führen mitten hindurch – unsere Rad- und Wandertouren zeigen die schönsten Routen.
4 · Die Kranichrast im Herbst
Von Mitte September bis Ende Oktober wird die Boddenlandschaft zu einem der größten Kranichrastplätze Mitteleuropas – bis zu 70.000 Vögel gleichzeitig. Die besten Beobachtungspunkte: die Aussichtsplattformen am Pramort auf dem Ostzingst, das barrierearme KRANORAMA am Günzer See und die Plattform Zingst West. Alles Wichtige dazu in unserem Kranich-Guide.

Wissen tanken

Die Nationalpark-Infozentren

Wer den Park verstehen will, startet in einem der Informationszentren – gerade mit Kindern und an Regentagen lohnt der Besuch:

Darßer Arche · Wieck
Die zentrale Nationalparkausstellung am Boddenhafen von Wieck: alle Lebensräume des Parks – Wald, Ostsee, Bodden, Röhricht und Strand – anschaulich erklärt, mit Luftbildern und Filmen.
NATUREUM · Darßer Ort
Naturkundemuseum direkt am Leuchtturm – Ostseeaquarium, Sturmflut- und Bernsteinkunde, dazu der Turmblick. Nur zu Fuß, per Rad oder Kutsche erreichbar.
Sundische Wiese · Zingst
Ausstellung und Ranger-Station am Ostzingst – Thema Moor- und Küstenrenaturierung, zugleich Ausgangspunkt Richtung Pramort und Kranichgebiet.

In der Saison bieten Nationalpark-Ranger geführte Wanderungen und Kranichtouren an – gerade beim ersten Besuch die beste Art, den Park kennenzulernen.

Der wilde Weststrand im Nationalpark Vorpommersche Boddenlandschaft

Weststrand · Urwald · Windflüchter

Hier hat das Meer das letzte Wort.

Damit die Wildnis wild bleibt

Die wichtigsten Regeln für Besucher

Wegegebot
Die Natur wird vom ausgeschilderten Wegenetz aus erlebt. Kernzonen dürfen nicht abseits der Wege betreten werden – sie gehören den Hirschen, Kranichen und Seeadlern.
Hunde an die Leine
Im gesamten Nationalpark gilt Leinenpflicht – auch am Weststrand. Bodenbrüter und rastende Vögel reagieren empfindlich auf freilaufende Hunde.
Nichts mitnehmen
Strandgut sammeln – auch Bernstein, Steine, Muscheln und Treibholz – ist auf Nationalparkfläche nicht gestattet. Am Ortsstrand von Dierhagen, außerhalb des Parks, dürfen Sie dagegen nach Herzenslust suchen.
Keine Drohnen
Flugobjekte jeder Art sind im Nationalpark verboten.

Übrigens: Das Sammelverbot gilt nur auf Nationalparkfläche. Wie und wo Sie rund um Dierhagen ganz legal Bernstein suchen können, steht in unserem Bernstein-Guide.

Häufige Fragen

Nationalpark Vorpommersche Boddenlandschaft – kurz beantwortet

Kostet der Nationalpark Vorpommersche Boddenlandschaft Eintritt?
Nein. Der Nationalpark ist frei zugänglich – Sie bewegen sich auf dem ausgeschilderten Wegenetz. Kosten entstehen nur für Extras wie die Leuchtturmbesteigung, das NATUREUM oder geführte Touren.
Kann man mit dem Auto zum Darßer Ort und zum Weststrand fahren?
Nein, der Darßer Ort ist autofrei. Vom Parkplatz in Prerow erreichen Sie Leuchtturm und NATUREUM zu Fuß (ca. 1 Stunde), mit dem Fahrrad oder ganz klassisch per Pferdekutsche. Der Weststrand ist am schnellsten mit dem Rad ab Prerow oder Born erreichbar.
Wie weit ist der Nationalpark von Dierhagen entfernt?
Die Nationalparkgrenze am Darßwald beginnt etwa 20 km von Dierhagen Strand entfernt, hinter Born. Bis Prerow – dem besten Ausgangspunkt für Weststrand und Darßer Ort – sind es rund 30 km, eine der schönsten Fahrradstrecken der Halbinsel.
Wann ist die beste Zeit für die Kranichbeobachtung?
Von Mitte September bis Ende Oktober rasten die größten Trupps in der Boddenlandschaft – bis zu 70.000 Kraniche gleichzeitig. Auch Mitte März bis Anfang April gibt es eine kleinere Frühjahrsrast.

Wohnen am Rand der Wildnis

Unsere Ferienwohnungen in Dierhagen Strand

Dierhagen liegt am ruhigen Südwestende der Halbinsel – nah genug für Tagesausflüge in den Nationalpark (30 Rad-Kilometer bis Prerow), weit genug für stille Strandtage abseits der Besucherströme. Von unseren Wohnungen am Dünenweg sind Sie in wenigen Schritten am Meer.

Ferienwohnung Strandperle – 60 m² für bis zu 4 Personen
Ferienbungalow Strandrose – 30 m² für 2 Personen, mit Garten

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